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Geschichte der Gothic`s

 

Ursprünglich entstammt der Begriff Gothic der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts den "Schauer-Romanen", Gothic-Novels genannt. Diese spielten mit Vorliebe auf Friedhöfen oder Spukschlössern und erfreuten sich großer Beliebtheit. 

In den 70er Jahren enstand die Punk-Sezene, die auf den britischen Inseln von Bands wie Sex Pistols berühmt gemacht wurde. Kennezeichen der Punk-Szene waren alkoholfreudige, meist friedfertige und arbeitsscheue Jugendliche, die  gegen den Staat rebellieren wollten und dies in martialsichem Auftreten mit Anklängen an  Militär-Kleidung nach ausen zeigten. Beliebete Haustiere waren Ratten, weil diese von der bürgerlichen Gemeinschaft als abstossend empfunden wurden. Auf der Suche nach der eigenen Identität durchfeierte die Punk-Szene einige Jahre bis sie Mitte der 80er Jahre vom Kommerz entdeckt und für diesen vereinnahmt wurde. 

Aus der Punk-Szene und der New-Wave-Szene entwickelte sich Anfang der 80er Jahre die Gothic-Scene, deren Anhänger in Deutschland als Grufties bezeichnet wurden und werden. Die Anhänger der Gothic-Scene legen sehr viel Wert auf ihr Äußeres und sind meist friedfertige und sensible Charaktere aus intaktem Elternhaus. 

Die Kleidung der Gothic-Scene entwickelte sich teils abhängig vom jeweiligen Wohnort: in industriellen Ballungszentren herrschte ein eher punklastiger Stil vor, während im süddeutschen Raum in Städten mit historischem Architekturstil Barock und Renaissance-Kleidung bevorzugt wurde. 

Der Hang zur Individualität erschwerte eine Vereinheitlichung der Scene, gemeinsam ist fast allen Mitgliedern eine gewisse Melancholie, der Hang zu einem romantisierten Mittelalterbild und eine Vorliebe für die Farbe schwarz, vor allem bei der Kleidung. 

Das Thema Religion steht in der Scene nicht im Vordergrund, obwohl etliche Mitglieder sich gerne mit dem Satanismus in Verbindung bringen lassen und heidnische Riten frönen oder Pentagramme und das Petruskreuz tragen.

 

Unser neuer Flayer der Community Kinder der Nacht

Die Entstehung der Gothic-Szene

 Wann entstand die Gothic-Szene 

Die Gothic-Szene oder wie sie auch genannt wird Gothic-Kultur ist eine Szene mit vielen verschiedenen Facetten. Die Gothic-Szene entstand als multikulturelle Jugendszene.

Sie ist zusammengesetzt in verschiedene Splitterkultren.

Bis zur Jahrtausendwende bildete die Gothic-Szene den Knotenpunkt der Schwarzen Szene und ist dies auch heute noch.

 

Hervorgekommen ist die Szene so ab ende 1970 anfang 1980 aus der Punk und New-Wave Bewegung. Einen grossen Einfluss hatte die Depro-Punk-Szene. Die Depro-Punk-Szene sah nur den untergang, das negative durch Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung und vieles mehr. Die Gothics wandelten diese Negative Eigenschaft um in eine etwas romantisch angehauchte Philosophie um.

Ein Einsteiger- Motto lautete damals:“ Wenn schon das Ende kommt, dann wollen wir noch irgendwas daraus machen

Basiselement für die Entstehung der Szene

Das Basiselement, das die Entwicklung der Gothic-Bewegung ermöglichte, war das Zusammenwirken von Musik (Gothic Rock), Faszination an abseitigen Themen wie Tod und Vergänglichkeit (hierraus erklärt sich das Interesse an den Gothic Novels und an der Schwarzen Romantik), die im Zuge der Neuen Deutschen Todeskunst ihren Höhepunkt fand, sowie ein extremes Faible der Selbstinszenierung.

Die Anhänger der Gothic-Szene werden größtenteils als Goths bezeichnet, obgleich diese Bezeichnung innerhalb der Szene eher selten Anwendung findet. Viele Szenen -Anhänger streiten ab das sie ein Goth oder Gothic sind. Teils deshalb weil viele nicht Gothics sich über Szenen-Anhänger lustig machen. Aber auch weil ein teil das Gefühl haben man sei gleich wie die anderen wenn man sich selbst als Goths bezeichnet. Also ein Merkmal der eigenen Individualität.

 

Die neun satanischen Grundsätze

  1. Satan bedeutet Sinnesfreude anstatt Abstinenz
  2. Satan bedeutet Lebenskraft anstatt Hirngespinste
  3. Satan bedeutet unverfälschte Weisheit anstatt heuchlerischem Selbstbetrug
  4. Satan bedeutet Güte gegenüber denjenigen, die sie verdienen, anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare
  5. Satan bedeutet Rache anstatt Hinhalten der anderen Wange
  6. Satan bedeutet Verantwortung für die Verantwortungsvollen anstatt Fürsorge für psychische Vampire
  7. Satan bedeutet, dass der Mensch lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seiner „göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung“ zum Bösartigsten aller Tiere geworden ist
  8. Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger oder emotionaler Erfüllung
  9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie all die ganzen Jahre über am Leben erhalten

 

 

Die elf satanischen Regeln der Erde 

  1. Gib deine Meinung oder Ratschläge nicht preis, außer du wurdest gefragt.
  2. Berichte anderen nicht von deinen Sorgen, es sei denn, du bist dir sicher, dass sie sie hören wollen.
  3. Wenn du dich in den Räumlichkeiten eines anderen aufhältst, erweise ihm Respekt oder geh nicht dort hin.
  4. Wenn dich ein Gast in deinen Räumlichkeiten belästigt, behandle ihn grausam und ohne Gnade.
  5. Starte keine sexuellen Annäherungsversuche, außer du bekommst ein Signal dazu.
  6. Nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, es sei denn, es ist eine Bürde für die andere Person und sie schreit danach, davon erlöst zu werden.
  7. Respektiere die Kraft der Magie, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deine Wünsche zu erfüllen. Wenn du die Kraft der Magie abstreitest, nachdem du sie erfolgreich angerufen hast, wirst du alles verlieren, was du hast.
  8. Beschwere dich über nichts, dem du dich nicht aussetzen musst.
  9. Verletze keine kleinen Kinder.
  10. Töte keine nicht-menschlichen Tiere, solange du nicht angegriffen wirst oder Essen brauchst.
  11. Wenn du in offenem Gelände unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, fordere ihn dazu auf, dies zu unterlassen. Wenn er nicht damit aufhört, vernichte ihn.

 

Die neun satanischen Sünden 

  1. Dummheit
  2. Anmaßung
  3. Solipsismus
  4. Selbsttäuschung
  5. Zugehörigkeit zur Herde
  6. Mangel an Perspektiven
  7. Vergesslichkeit gegenüber früheren Grundsätzen
  8. Kontraproduktiver Stolz
  9. Mangel an Ästhetik

 Ein aus der Satanischen Bibel entnommenes Zitat LaVeys verdeutlicht den Standpunkt der Church of Satan (alle weiteren auch aus der Satanischen Bibel):

 

„Samstagabends sah ich Männer beim Karneval halbnackten Mädchen hinterherstieren, und sonntagmorgens sah ich dieselben Männer auf der Kirchenbank mit ihren Ehefrauen und Kindern, wie sie Gott baten, ihnen zu vergeben und sie von ihren fleischlichen Sünden zu befreien. Und am nächsten Samstagabend würden sie wieder zurück beim Karneval oder anderen Stätten des Genusses sein. Da wurde mir klar, dass die christliche Kirche auf Heuchelei beruht und des Menschen fleischliche Natur hervortreten wird.“

 

Nach LaVey steht der Mensch nicht auf einer höheren Stufe als das Tier, und das Verdrängen oder Leugnen jeglicher Triebe ist unnatürlich und falsch. Somit solle man sich auf das Diesseits konzentrieren und ein ganz dem Lustgewinn gewidmetes Leben führen: „I break away from all conventions that do not lead to my earthly success and happiness“ (Ich sage mich los von allen Konventionen, die mir nicht Erfolg und Zufriedenheit im Diesseits versprechen). Da der Mensch als gleichberechtigter Teil der Natur gesehen wird, werden Tiere bei LaVey hoch geachtet – sie verkörpern für ihn den wahren Satanisten, da sie rein nach ihren Trieben leben, während der Mensch durch spirituelle und intellektuelle Entwicklung zum bösartigsten aller Tiere geworden sei: „man…, because of his ‚divine spiritual and intellectual development‘, has become the most vicious animal of all!“ („Der Mensch… wurde durch seine ‚göttliche, spirituelle und intellektuelle Entwicklung‘ zum bösartigsten Tier von allen!“). Während viele andere Religionen und vor allem das Christentum die unbedingte Nächstenliebe als ein Ziel haben, sieht der Satanismus LaVeys tatsächlich oder scheinbar selbstverschuldet in Not Geratenen zu helfen als Verschwendung an: „Death to the weakling, wealth to the strong!“ („Tod den Schwachen, Reichtum den Starken!“).

Aufgrund dessen kann man den Hedonismus und eine Art des Sozialdarwinismus als Kernpunkte des LaVey'schen Satanismus sehen.

Die Church of Satan sieht sich im Gegensatz zu den meisten Weltreligionen. Ein wichtiger Unterschied ist z.B., dass die Church of Satan nicht alle Menschen, sondern nur eine kleine Minderheit für sich gewinnen will. Nach dieser von Gilmore initiierten organisatorischen Richtlinie sieht sich die Church of Satan als „Alien Elite“ und will besonders Außenseiter und ungewöhnliche Menschen ansprechen. Der Status eines Mitglieds innerhalb der Kirche ist nach Aussage der Church of Satan abhängig vom Erfolg des Mitglieds in der Welt außerhalb der Kirche.

Auf der Homepage der Church of Satan kann man die „Richtlinien“ und „Verhaltensformen“ und einiges zum Selbstverständnis der Church of Satan nachlesen.

 

Die Blutgräfin

Die Gräfin Báthory steht als Massenmörderin Nummer 1 im Guiness-Buch der Rekorde. Es wurden ihr insgesamt 610 Morde nachgewiesen, die sie selbst in ihrem Tagebuch beschrieben hat. Allerdings geht man aber von mindestens 650 Menschen aus, die sie in ihrer grausamen Art ermordete.


Erzsébeth Báthory wurde als Tochter von Baron und von Baroness George und Anna Báthory am 7. August 1560 in der Burg von Escet (Ungarn) geboren. Die Familie war eine der angesehensten und auch reichsten Familien im früheren Ungarn. Und auch der damalige ungarische König war Schuldner bei ihnen.

Erzsébeth war schon als Kind sehr schön und außerdem gebildet. Sie sprach neben Ungarisch auch Latein und Deutsch fließend und konnte diese Sprachen lesen und schreiben. Und das in einer Zeit, in der selbst die Aristokratie zum großen Teil aus Analphabeten bestand.

Die Zeit, in der sie aufwuchs waren vom Krieg gegen den Türken geprägt. 

Damals wurde im Adel und somit auch innerhalb der Báthorys untereinander geheiratet. Das hatte zur Folge, dass genetische Defekte an der Tagesordnung waren. So soll Erzsébeth epileptisch gewesen sein. Einer ihrer Onkel war ein Satansanbeter und ihre Tante Klara eine bekannte sexuelle Abenteuerin und Lesbierin, die auch gerne mal ihre Bediensteten quälte. Und ihr Bruder Stefan Báthory war ein berüchtigter Trinker und Wüstling.

Die Hauptursache für ihre späteren Grausamkeiten, sollen zwei Ereignisse gewesen sein, die zwischen ihrem 6. und 11. Lebensjahr geschehen sind:
Irgendwann, als Erzsébeth im Alter zwischen 6 und 9 war, wurde ein Mitglied einer Zigeunerkapelle, die auf der Burg Escet spielte, angeklagt und überführt, ungarische Kinder an die Türken verkauft zu haben. Dieser Mann wurde zum Tode verurteilt. 
Erzsébeth schaffte es, ihren Dienern zu entkommen und der Hinrichtung zuzusehen. Und sie sah nun mit an, wie einem Pferd der Bauch aufgeschlitzt wurde und der zum Tode verurteilte in den Bauch gestopft wurde, dass nur noch sein Kopf herausragte und danach das Pferd wieder zugenäht wurde. 
Als sie 9 Jahre alt war, kam es zu einem Bauernaufstand. Den Bauernrebellen gelang es unter anderem, in das Schloß Ecsed, in dem Erzsébeth untergebracht war, einzudringen. Einige Kinderfrauen schafften es, Erzsébeth und ihre beiden älteren Schwestern Anischka und Sandra durch einen geheimen Tunnel nach draußen zu führen. Als sie eingeholt wurden, versteckten die Kinderfrauen Erzsébeth auf einem Baum. Doch war es zu spät, ihre beiden Schwestern ebenfalls in Sicherheit zu bringen. Die Kinderfrauen wurden sofort mit Äxten und Morgensternen getötet. Ihre beiden Schwestern aber wurden vergewaltigt und an dem Baum auf dem sie sich versteckte, aufgehängt. Erzsébeth sah das alles mit an und war nicht in der Lage sich zu bewegen, was ihr wahrscheinlich das Leben rettete. Erst am nächsten Morgen konnte sie mit einem entlaufenen Pferd in die nächste Ortschaft reiten. Dort waren auch gefangengenommene aufständische Bauern. Sie alle wurden unter ihren Augen gefoltert und durch Vierteilung hingerichtet. Es wird erzählt, dass Erzsébeth bei dem Anblick der Leiden der Bauern vor Freude uriniert hat. 

Mit 11 Jahren wurde sie mit Férencz Nadasdy verlobt. Die Nadasdy`s waren damals eine weniger wohlhabende und weniger bedeutende Familie in Ungarn. Über das Alter von Férencz gibt es verschiedene Angaben. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass er 1555 geboren wurde. Seine schulische Erziehung erfolgte, Berichten seiner verwitweten Mutter zu Folge von 1565 bis 1567 in Wien. Seine Leistungen dort waren eher mäßig. Férencz war eher ein athletischer Typ, der später unter dem Namen "Der Schwarze Ritter von Ungarn" in den Kämpfen gegen die Türken zu Ruhm und Ansehen kam. Aus heutiger Sicht könnte eine Verlobung mit 11 Jahren ziemlich früh erscheinen. Damals war das jedoch normal.

Im Jahr 1574 gebar Erzsébeth eine Tochter. Doch sie wurde offenbar von einem Landarbeiter geschwängert und darum bis zur Geburt auf eine entfernte Burg der Báthory´s gebracht. Leider ist nichts über den weiteren Verbleib der Tochter bekannt, außer dass sie zu Landarbeitern gegeben wurde.

Erzsébeth und Ferencz heirateten am 8. Mai 1575 im Schloß Verrano. Sie war 15, ihr Ehemann 20. Selbst der Kaiser Maximilian II. war eingeladen, konnte aber nicht teilnehmen. Er entsandte aber eine Delegation mit einem kostbaren Geschenk. Erzsebéth behielt ihren Namen und Férencz nannte sich nun Báthory-Nádasdy, nicht unüblich, denn nun wurde der eigene Name durch den bedeutenderen Namen der Bathory´s erweitert.
Kurz vor der Hochzeit kam es jedoch zu einem Skandal. Angeblich soll der König Matthias II. einige Tage vor der Hochzeit, betrunken ins Schlafgemach von Erzsébeth eingedrungen sein. Sie stand dort gerade nackt vor einem Spiegel und ihre Dienerinnen zogen ihr das Brautkleid, welches sie anprobieren sollte, an. Der König war sehr verwirrt und so schenkte er ihr als Entschuldigung seinen Heiratsring und macht ihr somit gleichzeitig einen Antrag. Nach diesem Vorfall hatte Erzsébeth einen fürchterlichen Wutanfall und schlug ihre Dienerinnen so heftig, dass sie mit blutenden Wunden übersäht waren. Der Vorfall machte die Runde im Schloss. Als ihr zukünftiger Ehemann den König zur Rede stellen wollte, forderte dieser "jus primae noctis", das Recht der 1. Nacht. Dies geschah zum 1.mal seit 200 Jahren in Ungarn! Am Hochzeitstag der beiden flößten sie nach der Trauung dem König beim Essen ein Schlafmittel ein, sodass dieser noch am Tisch in einen tiefen Schlaf fiel und auf sein Recht verzichten musste...

Nach der Hochzeit bewohnte das Ehepaar das Schloss Sarvar, verbrachte aber nur sehr wenig Zeit zusammen. Es wird erzählt, dass sie sich oft liebten, jedoch fast immer auf perverse Art. So soll Férencz auf Wunsch von Erzsébeth, eine 12-jährige entjungfert und Erzsébeth sie während des Aktes auspeitscht haben. Sie waren als hart gegenüber ihren Bediensteten bekannt.

Férencz war oft auf Reisen. Er kämpfte im Krieg gegen die Türken. Nádasdy war ein grausamer Krieger und bei den Feldzügen gegen die Türken bereitete es ihm Vergnügen, türkische Gefangene zu foltern. So erzählte man sich, dass er bei der Eroberung des Dorfes Urmisz befohlen hat, den Priester des Dorfes zu köpfen und die anwesenden Frauen und Kinder zu vergewaltigen und zu anschließend zu verbrennen. Es ist nie nachgewiesen worden, ob er von den Taten seiner Frau gewusst hat, aber man geht davon aus, dass er ihr von seinen eigenen Folter-methoden berichtete und sie auch an Auspeitschungen hat teilnehmen lassen. Erzebéth hatte in die Leitung des Haushaltes und soll schon in jungen Jahren angefangen haben, ihre Bediensteten auszupeitschen und zu quälen. Férencz hatte eine Peitsche, an deren Spitze silberne Haken angebracht waren. Diese rissen bei Auspeitschungen derart schreckliche Wunden ins Fleisch, dass er die Peitsche irgendwann daheim ließ und Erzebéth gefallen daran fand, sie einzusetzen.
Sie soll eine gute Ehefrau gewesen sein, da Férencz jedoch häufig auf Kriegszügen war, hatte sie eine Vielzahl von Liebhabern und ist sogar mit einem blassen jungen Adligen, der in dem Ruf stand ein Vampir zu sein, durchgebrannt. Doch dies brachte ihr nur vorübergehend Zerstreuung und nach ihrer Rückkehr aufs Schloss hielt sie nach anderen Vergnügungen Ausschau. So machte sie sich an die Dienstboten heran, besonders an die jungen Mädchen. Erst waren diese für sie nur bequeme Gespielinnen, doch nachdem Elisabeth durch ihren Diener und eine Amme in die Kunst der Schwarzen Magie und der Hexerei eingeführt worden war, wurden diese Spiele zu bizarren Ritualen.
Ihr Mann hat ihr jedoch dies alles vergeben und nach langer Kinderlosigkeit gebar sie 1585 ihr erstes gemeinsames Kind. Eine Tochter, die sie Anna nannte. Danach gebar sie noch 2 weitere Töchter, Ursula und Katarina und 1598 ihren einzigen Sohn Pavol.

Erzebéth war nicht nur jung, sie war auch schön und reich. Und sie hatte immer eine Vielzahl von weiblichen Bediensteten. Diese waren das Ziel ihrer Grausamkeiten. Bei den kleinsten Vergehen wurde geprügelt und gepeitscht. Mit der Zeit wurden ihre Neigungen, die Mädchen zu schlagen und zu demütigen jedoch immer schlimmer. Folgendes Ereignis soll hierfür eines der Auslöser gewesen sein: Erzebéth hatte sich mit der Zeit einen festen Geliebten erwählt und sie erwischte ihn eines Tages, wie er mit einer Küchenhilfe schlief. Sie wurde daraufhin rasend und folterte das Mädchen mit einer Schere. Als ihr die Schreie ihres Opfers zuviel wurden, rammte sie ihr die Schere in den Hals und schnitt ihre Stimmbänder durch.
Nach dieser Geschichte fing Erzebéth an, Mädchen zu töten. Ihre Opfer warf sie einfach achtlos unter ihr Bett, danach schafften sie ihre Bediensteten weg, auf die Felder wo die Wölfe sie fressen sollten. Später ließ sie sogar allen Mädchen die in ihr Schloss kamen sämtliche Haare abschneiden, um daraus ein Kleid zu machen und aus den Schamhaaren angeblich einen Bart.

Wenn Bedienstete beim Diebstahl erwischt wurden, so liebte es Erzsébeth ihnen glühende Münzen oder Schlüssel in die Hände zu drücken.

Zu dieser Zeit hatte sie bereits Komplizen. Illona Jó, die Amme ihrer Kinder, Dorothea Szentes, genannt Dorka, eine kräftige Landarbeiterin und einen männlichen Bediensteten, Johannes Ujvary, genannt Ficzko. Dorka wird als Hexe beschrieben und Ficzko, so sagt man, er sei ein zwergenhafter Krüppel gewesen. 

Im Jahre 1584 musste sie auf Geheiß ihres Mannes ihren Aufenthaltsort wechseln. Sie verbrachte bisher ihre Zeit in dem Schloss Keresztur, jetzt musste sie nach Lockenhaus. Als sie dort ankam, herrschte gerade die Pest in Ungarn. Sie gab den Befehl, alle Menschen in den befallenen Dörfern zu begraben, egal ob sie lebten oder tot waren. So entstanden gigantische Massengräber mit teilweise gesunden, lebenden Menschen.

Noch im gleichen Jahr starb ihre Mutter, die ihr am Totenbett erzählte, dass ihre Amme 2 Kinder wegen ihr verloren habe, weil sie gesamte Milch brauchte um Erzsébeth damals zu stillen. Doch damit nicht genug. Auch ihr Lehrer wurde von zwei Männern getötet. Als diese festgenommen wurden, bestimmte Erzsébeth die Strafe. Sie sollten als erstes gefoltert, danach die Gliedmassen und Rippen gebrochen werden. Dann sollte sie der Tod auf dem Pfahl ereilen, wonach sie gehäutet und geköpft wurden. Die Köpfe wurden an dem Friedhofstor aufgespießt bis sie verwest waren, auf ihre Haut wurde das komplette Prozessprotokoll geschrieben und ausgestellt. Erzsébeth soll jeden Schritt überwacht haben.

Am 4. Januar 1604 starb Férencz an einer Verwundung, welche ihm eine Hure, die er nicht bezahlen wollte, 4 Monate zuvor beigebracht hatte. Als dieses geschah, wandelte sich Erzsébeth vollends. Sie hatte ihre letzten Hemmungen verloren, schmiss ihre verhasste Schwiegermutter Ursula Nádasdy aus dem Schloss und schickte ihre 4 Kinder fort. Von nun an lebte sie ihre sadistischen Triebe voll aus. Sie folterte Hunderte von Mädchen zu Tode. Ihr Sadismus richtete sich dabei ausschließlich gegen Mädchen oder junge Frauen in ihrer näheren Umgebung. Sie liebte es, ihre Dienerinnen zu beißen und ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen. Einer ihrer Spitznamen soll "Tigerin von Cachtice" gewesen sein, nach dem Schloss benannt, in dem sie sich überwiegend aufhielt. Außerdem praktizierte sie mit Wonne verschiedene grausame Foltermethoden. Mitunter steckte die grausame Erzsébeth ihren Dienerinnen Nadeln in den Körper und unter die Fingernägel oder ließ sie im Winter Mädchen in den Schnee werfen und mit kaltem Wasser übergießen, so dass sie erfroren.
Als eine Dienerin sie beim Kämmen verletzte, hat Erzsébeth sie vor Wut so geschlagen, dass ein Blutstropfen auf ihre Hand kam. Tage später hatte sie das Gefühl, ihre Haut wäre jünger geworden. Unverzüglich rief sie zwei ihrer Dienerinnen zu sich, welche die Adern des verängstigten Mädchens aufschnitten und ihr Blut in einen Bottich fließen ließen, damit Elisabeth darin baden konnte. Sie hat nachweislich das Blut von Mädchen, auch das Monatsblut, getrunken! Durch die lange Folter waren diese komplett blutleer, so glaubten die Dorfbewohner die Gräfin sei eine Vampirin.

Alle ihre Opfer waren weiblich und jung. Solange es sich um Töchter aus der Landbevölkerung ging, sind die Verbrechen nie aufgefallen, denn das Leben einer Bauerntochter war nichts wert. Mit der Zeit war die Beseitigung der Leichen zu aufwändig geworden oder es waren zu viele. Erzsébeth und ihre Bediensteten wurden nachlässig, sie warfen die Leichen einfach über die Burgmauern und überließen sie den Wölfen und anderen Tieren. Das hat nicht immer funktioniert und viele Leichen wurden gefunden und da alle Leichen blutleer waren, bekam die Vampirgeschichte schnell neue Nahrung. 

Später gründete Elisabeth eine "Schule für die Erziehung von adligen Mädchen". Diese wurde von den jungen Mädchen des niederen Adels gut besucht. Und auch an ihnen lebte sie ihre sadistischen Neigungen aus. Der Pfarrer des Ortes weigerte sich bald, die Beerdigungen vorzunehmen, als die Zahl der Toten so drastisch anstieg. Also wurden die jungen adeligen Mädchen ebenso, wie die Bauerntöchter, auf den Feldern abgelegt. Die Bauern fanden viele von ihnen und dies führte dazu, dass die Gerüchte auch dem Kaiser zu Ohren kamen, der daraufhin eine Untersuchung anordnete. 

In der Nacht zum 30. Dezember drang unter der Führung von Palatine Gyorgy Thurzo Betlemfalvy, der sogar ein entfernter Verwandter war, eine Schar von Bewaffneten in die Burg Cachtice ein und setzte die "Blutgräfin" fest. Was sie vorfanden war ein Bild des Grauens.

Im Hofe fanden sie sterbende Mädchen, von Nadeln durchbohrt, mit Wasser übergossen und zu Eissäulen gefroren. In den Kellergewölben fanden sie weitere Opfer, teils dem Tode nahe, schrecklich verstümmelt oder im Verließ auf den Tod wartend. 
Unterhalb und in der Nähe des Schlosses gruben die Soldaten rund 50 Leichen aus.

Elisabeth wurde von Thurzo in ihrer Burg festgesetzt und auf seinen Befehl wurde im "Todesturm" ein Kerker für Erzsébeth hergerichtet, die Fenster zugemauert und nur eine kleine Öffnung für Speisen freigelassen. Überliefert ist der Spruch von Thurzo:

"Sie, Erzsébeth, sind wie ein wildes Tier. Sie sind in den letzten Monaten Ihres Lebens. Sie verdienen nicht, die Luft der Freiheit zu atmen, noch das Licht des Herrn zu sehen. Sie verschwinden von dieser Welt und erscheinen nie wieder in ihr. Die Schatten werden Sie einhüllen und Sie finden Zeit Ihr bestialisches Leben zu überdenken. Ich verurteile Sie, Dame von Cachtice, zur lebenslänglichen Gefangenschaft in Ihrem eigenen Schloß." 

Hier verbrachte sie dann auch den Rest ihres Lebens bis zu Ihrem Tode am 14.08.1614. Ihr Testament war schon am 31. Juli 1614 von 2 Priestern verfasst worden und von ihr unterzeichnet. Hierin wurde ihr Besitz unter ihren Kindern aufgeteilt.

Ihren Komplizen Ficzko, Dorka, Katarina Beneczky, and Illona Jó, insgesammt 16 ihrer Folterknechte, Magier und Mitglieder ihres Hofstaates,wurde vom 2. bis zum 7. Januar 1615 der Prozess gemacht. Alle wurden zum Tode verurteilt und verbrannt, zwei bei lebendigem Leibe, die anderen wurden vorher geköpft. 

Erzsébeth wurde nie verurteilt und hat sich auch nie für schuldig bekannt, obwohl bei einem ersten Prozess insgesamt 350 Personen vorgeladen wurden und die Einzige, die Elisabeth nicht mit ihrer Aussage belastete, ihre Amme war. Für sie war alles nur eine Verschwörung der Kirche und die Tode der Mädchen seien alles nur eine Folge von gerechtfertigten Maßregelungen gewesen. 

Auch ein zweiter Prozess, bei dem über 200 Zeugen gehört wurden, führte nicht zur einer Verurteilung.

Die Einwohner des Dorfes Cachtice jedoch weigerten sich, die Blutgräfin auf ihrem Friedhof begraben zu lassen. So wurde sie auch auf der Burg Cachtice begraben. Erzsébeth liegt heute in der Familiengruft der Báthorys auf dem Lamosz Friedhof in Budapest. 

Alle "Akten" über die "Ungarische Hure", wie man sie auch nannte, wurden für über hundert Jahre unter Verschluss gehalten und selbst ihr Name wurde nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen...